Die geschlossene Bar

600 396 Jonas Gobeli

Über Nacht sind wir weiter in Richtung Westen zum Bockfjorden gefahren. Das Meer zeigte sich unterdessen wieder von seiner ruhigen Seite. Im Bockfjorden war früher ein Vulkan aktiv, davon zeugen heute noch «heisse» Quellen. Heiss ist allerdings etwas übertrieben, da die Wassertemperatur auch dort nicht viel über dem Gefrierpunkt liegt. Das Baden verschoben wir auf später…

Wie an vielen anderen Orten wird leider auch auf Spitzbergen tonnenweise Müll an Land gespült. Dies ist insbesondere für Vögel eine Gefahr, da sie Plastikteile essen und später daran sterben können. Mit der Aktion «Clean up Svalbard» haben wir etwas dagegen unternommen und mit vielen Gästen einen Strandabschnitt im Bockfjorden vom Abfall befreit.

Den Nachmittag verbrachten wir im Liefdefjorden (Liebesfjord). Hier gibt es eine kleine Holzhütte, mit dem einladenden Namen «Texas Bar». Die Hütte stand bei unserer Ankunft allerdings verlassen in der malerischen Bucht – kein Wunder, wird sie doch nur selten für Übernachtungen in der Wildnis benutzt. Wir durften darum keine Drinks erwarten…

Einige Gäste unternahmen eine anstrengende Wanderung zu einem Aussichtspunkt, andere einen gemütlichen Spaziergang dem Wasser entlang. Dabei genossen alle die Schönheit der umliegenden Gletscher. Insbesondere der Monacobreen war ein beliebtes Fotosujet.

Bei der abendlichen Auktion konnten für einen guten Zweck (Rotes Kreuz Longyearbyen) diverse Erinnerungen an unsere Schiffsreise ersteigert werden. Später liessen wir den Tag an der Bar ausklingen – so kamen wir schlussendlich doch noch zu einem Drink.

 

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