Die Kohlenstadt / La ville du charbon

600 450 Stephan Bader

von Stephan Bader

Das trübe Wetter vom Vortag hellte sich nach und nach auf. Die ehemalige Kohlenstadt Longyearbyen, heutiger Hauptort von Spitzbergen, präsentierte sich modern und farbenfroh. Im prächtigen Museum in der Ortsmitte erfuhren wir viel Wissenswertes zur Natur und zur Geschichte der Inselgruppe. Draussen in der Tundra besuchten wir eine Schlittenhunde-Schule. Die Tiere waren sehr zutraulich und liessen sich gerne knuddeln. In nächster Nähe zogen einige Rentiere mit eindrucksvollen Geweihen vorbei.

Die Kohlen-Vergangenheit von Longyearbyen ist überall präsent. An den Berghängen rund um die Stadt sind die Installationen mehrerer Bergwerke sichtbar. Eines davon ist heute noch in Betrieb. Die Stadt selber wird von der ehemaligen Seilbahn für den Kohlentransport durchzogen. An einer Stelle sind sogar die Seile mit den Lastgondeln noch vorhanden.

Die Einschiffung auf unser Expeditionsschiff MV Spitsbergen erfolgte auf dem Wasserweg. Zodiak-Boote holten uns am Hafen ab. Die Spitsbergen empfing uns draussen im Fjord. So übten wir das Umsteigen auf dem Wasser gleich zu Beginn unserer Expeditionsreise. Ein Prozedere, das in den kommenden Tagen zur Normalität werden wird.

Am Abend führte uns die MV Spitsbergen aus dem Isfjord hinaus in den Atlantik. Das Meer wurde zunehmend rauer und Regen peitschte übers Wasser. Die erste Nachthälfte war eine sehr schwankende Angelegenheit. Einige von uns wurden mehr als ihnen lieb war in den verdienten Schlaf geschaukelt.

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de Bruno Lauper

Réveil difficile, mais nous sommes heureux d’être ici. D’autant plus qu’un copieux petit déjeuner nous attend. Puis vient le temps pour une petite visite individuelle de cette cité minière logée au cœur de l’Arctique – Longyearbyen. A midi, la truite fumée nous est servie avec son délicieux beurre aux câpres, un régal. Un bus de la ville nous emmène au musée du Svalbard, où nous aurons droit à une visite guidée. Le musée est magnifique, il ne fait que renforcer notre désir d’explorer cette contrée fascinante. Puis nous nous dirigeons en direction du camp Barents, un chenil pour chiens de traineaux. Nous y rencontrons Hanna, la « musher » des 14 toutous qui nous sont présentés. Après une séance de calinage, nous nous délectons d’une gaufre et d’une tasse de thé. Ensuite, direction le port. Sur la route, nous apercevons encore un groupe de bernaches nonettes.

Stephan Bader
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Stephan Bader

Klimatologe beim Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz)

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