Die Magie des arktischen Winters

600 397 Max Boxleitner

Der erste morgendliche Blick aus dem Fenster verspricht klares Wetter und so steht unserem zweitägigen Schneemobil-Abenteuer nichts mehr im Wege, ausser das Managen von 5+ Kleidungsschichten. Eingepackt in dicke Overalls geht es nach einem Crashkurs (im Sinne einer kurzen Einweisung) direkt durch eisige Luft und die Winterwunderlandschaft von Spitzbergen. Wetter, Schneemobile und Gelände stellen dabei durchaus eine Herausforderung dar. Die Eindrücke der Natur, die uns umgibt, sind gewaltig. Die weisse Weite wird nur hier und dort von dunklem Gestein oder blankem Eis durchbrochen. Und dennoch begegnen uns in dieser lebensfeindlichen Welt Rentiere, die hier mit ihren Hufen nach etwas Essbarem scharren. 

Unser Ziel ist die Isfjord Radiostation, welche wir nach einem anstrengenden Tag voller Eindrücke am späten Nachmittag erreichen.  Nachdem wir uns die letzte halbe Stunde noch durch einen Schneesturm kämpfen mussten, sind wir überrascht vom Komfort und vor allem von der tollen lokalen Küche.

Gut ausgeruht, gestärkt  und vor allem schon mit viel mehr Erfahrung brechen wir am Morgen wieder auf die Rückreise auf. Wir sind gerade auf dem Grønfjordbreen (Gletscher), als die Sonne, die es jetzt jeden Tag ein wenig mehr über den Horizont schafft, knapp über den Pass vor uns steigt und die Landschaft in magisches Licht taucht – ein Moment, der bleiben wird.

Max Boxleitner
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Max Boxleitner

Max Boxleitner schliesst sein Studium der Geographie an den Universitäten St. Petersburg und Kiel ab. Seine Lehrzeit beinhaltet Studien in Geologie, Klimaforschung, Ozeanographie und Gletscherkunde. Aktuell arbeitet er am Geographischen Institut der Universität Zürich.

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