Gletscher, Rentiere und Nebel

600 433 Jonas Gobeli

Das oberste Gebot bei Expeditionsreisen: Flexibilität! Aufgrund der Wetter- und Eissituation – aktuell ist das Packeis viel weiter nördlich als Spitzbergen – haben wir entschieden, unsere geplante Route zu ändern und im Gegenuhrzeigersinn die Inselgruppe zu umrunden. So sind wir in der Nacht in südlicher Richtung bis zum Bellsund gefahren.

Ein erster Blick aus dem Kabinenfenster verhiess heute Morgen nichts Gutes… Dichter Nebel! So konnte die geplante Anlandung beim Camp Millar nicht stattfinden. Stattdessen fuhren wir weiter zum Recherchefjord und plötzlich verzog sich der Nebel. Nach einer kurzen Fahrt mit den Zodiacs hatten wir zum ersten Mal wieder festen Boden unter den Füssen. Einige Rentiere bildeten das Empfangskomitee und im Hintergrund türmte sich der mächtige Recherche-Gletscher auf. Ein fantastisches Panorama!

Nach dem Mittagessen folgte die zweite Anlandung bei der früheren Walfangstation mit dem klingenden Namen «Bamsebu». Die Überreste eines Eisbären, Skelette von Beluga-Walen und natürlich die Hütte der Walfänger zeugen von vergangen Zeiten.

 

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